We are graphic designers, We are not mind readers. Wir sind Grafikdesigner – wir sind keine Gedankenleser.

Für mich als Designerin ist es das höchste der Gefühle, wenn meinem Kunden das von mir gestaltete Design gefällt. In meinem Design steckt viel Herzblut, Persönlichkeit, Leidenschaft und Gehirnschmalz.

Leider kommt es durchaus auch mal vor, dass dem Kunden das Design nicht gefällt. Dass ich mehrere unterschiedliche Entwürfe gestalte und keiner trifft ins Schwarze.
Was macht man in so einer Situation?

Schwierig ist es natürlich, wenn der Kunde nicht genau definieren kann was ihm jetzt an den Entwürfen nicht gefällt. Wenn der Kunde selber keine genaue Vorstellung hat, in welche Richtung es gehen kann oder soll. Ich könnte dann noch weitere Entwürfe machen, immer in der Hoffnung, nun endlich den Geschmack des Kunden zu treffen. Oder aber man zieht einen Schlussstrich und sagt, dass es ohne konkrete Aussagen nicht weiter gehen kann.

Was immer wieder für Verwunderung sorgt, dass die angefallene Design-Leistung bezahlt werden muss, auch wenn der Kunde kein finales ihm zusagendes Design in der Hand hat. Selbst wenn es in den AGBs steht, entsteht hier doch immer wieder Verwunderung.

Ich bin stets bemüht, gut mit meinen Kunden auseinander zu gehen, auch wenn das Projekt nicht fertiggestellt werden konnte.
Fakt ist aber: ich habe eine Leistung erbracht. Wenn ich zum Osteopathen gehe und nach meiner Behandlung geht es mir noch nicht besser, muss ich trotzdem seine Rechnung bezahlen, denn er hat seine Zeit und Arbeitsleistung erbracht.

Das ist ein Appell. Wir Designer leisten viel mehr als „nur“ Bilder und Texte hin und herzuschieben. In unserer Arbeit steckt viel Kreativität, Fachwissen, Leidenschaft, Hirnschmalz, Herzblut und natürlich Arbeitszeit. Dies sollte jedem bewusst sein, der einen Designer beauftragt.